Terrassenüberdachung
für die Außengastronomie
Aktualisiert: September 2026
Kurz & knapp
Eine Terrassenüberdachung für die Außengastronomie kostet 2026 meist 15.000–80.000 € netto. Ein Glasdach für eine 30–40 m² große Terrasse liegt bei 25.000–40.000 €, ein Lamellendach mit Glas-Seiten für 60 m² bei 80.000 € und mehr. Anders als beim Privathaus ist fast immer ein Bauantrag mit Statik nötig. Bei rund 60 zusätzlichen Öffnungstagen im Jahr ist ein Glasdach oft nach 2–4 Jahren bezahlt, Lösungen mit Seitenelementen und Heizung nach 4–7 Jahren.
Kosten- & Amortisationsrechner
Was kostet Ihr Gastro-Terrassendach – und wann ist es bezahlt?
Größe, Dachsystem und Ausstattung wählen, dazu Öffnungstage und Umsatz pro Gast – der Rechner zeigt Investition (netto) und Amortisationszeit.
Amortisation
Geschätzte Investition (netto)
24.900 € – 33.200 €
Richtwert: 27.700 € zzgl. MwSt. · 32 m² · ca. 21 Plätze
- Dachsystem inkl. Montage
- 19.200 €
- Fundamente (4 Stützen)
- 1.600 €
- Ausstattung
- 1.100 €
- Aufschlag Ballungsraum
- 3.300 €
- Statik & Bauantrag
- 2.500 €
- Mehrumsatz pro Jahr
- 31.500 €
- Deckungsbeitrag (30 %)
- 9.500 €
- Amortisiert nach ca.
- 2,9 Jahren
Unverbindliche Schätzung (Stand: September 2026), kein Angebot und keine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Reale Preise hängen von Statik, Windlast, Untergrund und Genehmigung ab.
Was kostet eine Terrassenüberdachung für Restaurant oder Café?
Gastro-Überdachungen sind teurer pro Quadratmeter als private Terrassendächer: Sie sind größer gespannt, müssen bei Publikumsverkehr höhere Wind- und Schneelasten sicher tragen und werden fast immer mit Statik und Bauantrag geplant. Alle Preise in diesem Ratgeber sind netto – vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe holen sich die Mehrwertsteuer zurück. Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, kann das nicht: Für ihn kommen 19 % obendrauf, und die Amortisation dauert entsprechend länger.
| Terrassengröße | Typische Lösung | Kosten netto |
|---|---|---|
| Kleine Café-Terrasse (ca. 15 m²) | Glasdach an der Fassade, Seiten offen | 12.000 – 18.000 € |
| Bistro-Terrasse (30–40 m²) | Glasdach mit Beleuchtung | 25.000 – 40.000 € |
| Restaurant-Terrasse (40–50 m²) | Glas- oder Faltdach mit ZIP-Screens & Heizung | 45.000 – 80.000 € |
| Große Terrasse (60 m²) | Lamellendach mit Glas-Schiebeelementen | 80.000 – 130.000 € |
Glasdach, Faltdach oder Lamellendach – welches System passt?
Das Dachsystem bestimmt den Quadratmeterpreis und den Betrieb: Ein Glasdach ist dauerhaft dicht und hell, ein Faltdach lässt sich an Sonnentagen komplett einfahren, ein Lamellendach reguliert Licht und Luft stufenlos.
| Dachsystem | Netto pro m² inkl. Montage | Stärken im Gastro-Betrieb |
|---|---|---|
| Glasdach (Alu + VSG) | ca. 500 – 700 € | ganzjährig dicht, hell, wartungsarm; Beschattung separat |
| Faltdach (Textil) | ca. 650 – 850 € | bei Sonne komplett offen, schnelle Montage; Windklasse beachten |
| Lamellendach (Alu) | ca. 900 – 1.100 € | Licht & Luft regelbar, hohe Schneelast, Premium-Optik |
Markise, Pergola-Markise oder Wintergarten – günstigere Alternativen?
Nicht jede Außengastronomie braucht ein festes Dach. Eine motorisierte Markise oder Pergola-Markise ist deutlich günstiger. Eine Markise an der Fassade ist oft die einzige Lösung, wo keine feste Anlage erlaubt ist. Freistehende Markisen und Pergola-Markisen stehen dagegen auf Stützen mit Fundamenten und können selbst als bauliche Anlage gelten – klären Sie das wie beim festen Dach vorab mit dem Bezirksamt. Dafür schützen Markisen weniger bei Wind und Schlagregen – achten Sie auf die Windwiderstandsklasse und einen Windwächter. Ein Kaltwintergarten ist dagegen ein geschlossener Raum: Er braucht fast immer einen Bauantrag, und drinnen gilt das Rauchverbot.
| Lösung | Richtpreis netto | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Freistehende Markise (Doppelmarkise, motorisiert) | ab ca. 3.300 € zzgl. Montage | Plätze ohne Fassade, z. B. im Hof oder Garten |
| Pergola-Markise (wasserdichtes Tuch, Stützen) | ab ca. 4.600 € zzgl. Montage (500 – 2.000 €) | Regenschutz zum kleinen Preis, Tuch einfahrbar |
| Kaltwintergarten (unbeheizt) | ca. 420 – 840 €/m² | Saison verlängern, wenn eine geschlossene Fläche genehmigt wird |
Die Markisen-Preise sind Einstiegspreise der Hersteller für Standardgrößen (netto gerundet); für große Gastro-Terrassen werden oft mehrere Anlagen kombiniert. Die Wintergarten-Spanne ist aus den Brutto-Richtwerten für Privatkunden auf netto umgerechnet – Details zu Glasanbauten im Ratgeber Wintergarten: Kosten.
Welche Zusatzkosten kommen dazu?
Der Dachpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Ganzjahresbetrieb entsteht erst mit Seitenelementen und Wärme – und diese Posten machen oft 30–60 % der Investition aus:
| Kostenposten | Typische Kosten netto |
|---|---|
| ZIP-Screens (Senkrechtmarkise) je laufender Meter | 500 – 800 € |
| Glas-Schiebeelemente je laufender Meter | 900 – 1.300 € |
| Punktfundament je Stütze | 300 – 500 € |
| Heizstrahler inkl. Elektroanschluss (je Gerät) | 500 – 900 € |
| LED-Beleuchtung | 25 – 45 €/m² |
| Unterglas-Beschattung | 70 – 110 €/m² |
| Statik, Bauantrag & Gebühren | 1.500 – 3.500 € |
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Ab wann rechnet sich eine Gastro-Überdachung?
Eine Überdachung bringt keine neuen Plätze, sondern zusätzliche nutzbare Tage: Regentage im Sommer, frühe Frühlings- und späte Herbstabende. Für eine ehrliche Rechnung zählt nicht der Umsatz, sondern der Deckungsbeitrag – also was nach Wareneinsatz und Personal übrig bleibt:
| Rechenschritt | Beispiel (32 m² Bistro-Terrasse) |
|---|---|
| Plätze (ca. 1,5 m² pro Platz) | 21 Plätze |
| Gäste pro Platz und Tag (2 Belegungen × 50 %) | 1 |
| Umsatz pro Gast | 25 € |
| Zusätzliche Öffnungstage pro Jahr | 60 |
| Mehrumsatz pro Jahr | 31.500 € |
| Deckungsbeitrag (30 %) | ca. 9.500 € |
| Investition Glasdach inkl. Statik (netto) | ca. 28.000 € |
| Amortisation | ca. 3 Jahre |
Nicht eingerechnet sind Effekte, die schwer zu beziffern, aber real sind: Stammgäste, die auch bei unsicherem Wetter reservieren, weniger Wetterschäden an Möbeln und ein Außenbereich, der als Aushängeschild wirkt. Dagegen stehen laufende Kosten für Heizung, Strom und Reinigung.
Genehmigung in Hamburg: Was brauchen Gastronomen?
In Hamburg sind Terrassenüberdachungen bis 30 m² Grundfläche und 3 m Tiefe häufig verfahrensfrei – das gilt auch für einen Gastro-Betrieb, solange das Dach offen bleibt, innerhalb dieser Maße liegt und sich an der genehmigten Nutzung nichts ändert. Ein Bauantrag inklusive Statik wird dagegen typischerweise nötig, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Überdachung ist größer als 30 m² oder tiefer als 3 m.
- Sie wird mit Seitenelementen geschlossen – dann entsteht faktisch ein Raum statt einer Überdachung.
- Die Gastfläche wird erweitert, etwa auf eine bisher nicht gastronomisch genutzte Fläche – das ist eine Nutzungsänderung.
- Der Betrieb fällt als Sonderbau unter strengere Vorgaben (in Gebäuden ab mehr als 40 Gastplätzen), oder Brandschutz und Rettungswege sind betroffen.
Für den Bauantrag sollten Sie 6–12 Wochen einplanen. Weil die Grenzfälle hier eng beieinander liegen, lohnt vorab ein kurzer Anruf beim Bezirksamt – das kostet nichts und erspart im Zweifel einen Rückbau.
Wie beantrage ich Außengastronomie in Hamburg?
Entscheidend ist, wem die Fläche gehört. Auf dem Gehweg und anderem öffentlichem Grund brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis nach § 19 Hamburgisches Wegegesetz. Sie deckt Tische, Stühle, Schirme, Pflanzkübel und Heizgeräte – feste bauliche Anlagen wie verankerte Pergolen oder Pavillons dagegen nicht, dafür ist zusätzlich eine Baugenehmigung nötig. Eine feste Überdachung ist deshalb realistisch nur auf eigenem oder gepachtetem Grund; auf dem Gehweg bleiben meist Schirme oder eine Markise an der Fassade.
- Zuständig: das Bezirksamt, in dem Ihr Betrieb liegt – Antrag online über Hamburg Service oder schriftlich.
- Unterlagen: maßstabsgerechter Lageplan mit Möblierung, aktuelle Fotos, Gaststättenerlaubnis bzw. Gewerbeanmeldung, bei Heizgeräten Sicherheitsnachweise.
- Dauer: je nach Umfang meist 4 Wochen bis 3 Monate. Erteilt wird die Erlaubnis oft saisonal (März bis Oktober) oder ganzjährig mit jährlicher Verlängerung.
- Kosten: Verwaltungsgebühr plus Nutzungsgebühr nach Fläche, Dauer und Lage der Straße (Wertstufe I–IV).
Auf dem Privatgrundstück entfällt die Sondernutzungserlaubnis. Wird dort aber eine bisher nicht gastronomisch genutzte Fläche zur Gastfläche, ist das eine Nutzungsänderung – und die braucht in der Regel eine Baugenehmigung (siehe oben).
Windlast & Sicherheit bei Publikumsverkehr
Unter einem Gastro-Dach sitzen Gäste – ein Schaden durch Sturm oder Schneelast ist deshalb ein Haftungsthema. Glas- und Lamellendächer werden statisch für den konkreten Standort bemessen. Bei Markisen, ZIP-Screens und textilen Dächern zählt die Windwiderstandsklasse: WWK 2 (bis ca. 37 km/h) reicht nur für geschützte Innenhöfe, an offenen Straßen und in Elbnähe sollten es WWK 3 oder mehr sein. Klären Sie außerdem, wer das Dach bei Sturm einfährt – automatische Windwächter nehmen dem Personal diese Aufgabe ab.
Darf unter der Überdachung geraucht werden?
Das Hamburgische Passivraucherschutzgesetz gilt in Gebäuden und vollständig umschlossenen Räumen. Eine überdachte Terrasse mit offenen Seiten bleibt Außenbereich. Wer rundum Glas-Schiebeelemente schließt, schafft im geschlossenen Zustand dagegen faktisch einen Raum – dann kann das Rauchverbot greifen. Das spricht für Seitenelemente, die sich im Betrieb teilweise öffnen lassen, oder für eine bewusst offene Seite.
Abschreibung & Steuer: So rechnen Betriebe
Als Betrieb ziehen Sie die Mehrwertsteuer als Vorsteuer ab und schreiben die Netto-Kosten über die Nutzungsdauer ab. Entscheidend ist die Einordnung: Eine eigenständige Überdachung wird oft über rund 10 Jahre abgeschrieben, eine fest ins Gebäude integrierte Konstruktion kann dagegen als Gebäudebestandteil gelten und deutlich länger laufen. Klären Sie das vor der Auftragsvergabe mit Ihrer Steuerberatung. Der private Handwerkerbonus nach § 35a EStG gilt für Betriebe nicht. Für eine Überdachung am Privathaus hilft unser Ratgeber Terrassenüberdachung: Kosten.
Ablauf: Von der Anfrage bis zur ersten Saison
- Aufmaß & Beratung vor Ort – Fassade, Untergrund, Entwässerung und Wind-Exposition prüfen.
- Planung & Statik – System, Seitenelemente und Heizung festlegen, Statik rechnen lassen.
- Bauantrag – 6–12 Wochen einplanen; bei gepachteten Flächen die Zustimmung des Eigentümers einholen.
- Sondernutzung – nur für Plätze auf öffentlichem Grund (Gehweg, Platz, Fußgängerzone); beim Bezirksamt 4 Wochen bis 3 Monate einplanen.
- Fertigung & Montage – Lieferzeiten von 4–10 Wochen sind üblich, die Montage selbst dauert meist 2–5 Tage.
Der beste Zeitpunkt für die Anfrage ist deshalb der Herbst oder Winter: Dann sind Genehmigung und Montage vor der nächsten Saison erledigt, statt mitten im Hochbetrieb.
Häufige Fragen zur Gastro-Terrassenüberdachung
Was kostet eine Terrassenüberdachung für die Gastronomie?+
Eine gewerbliche Terrassenüberdachung kostet 2026 meist zwischen 15.000 € und 80.000 € netto (ohne Vorsteuerabzug, etwa bei der Kleinunternehmerregelung, kommen 19 % MwSt. obendrauf). Eine kleine Café-Terrasse mit Glasdach (ca. 15 m²) beginnt bei rund 12.000 €, ein Glasdach für 30–40 m² liegt bei etwa 25.000–40.000 €. Lamellendächer mit Glas-Schiebeelementen für 60 m² erreichen 80.000 € und mehr.
Was kostet eine Gastro-Überdachung pro Quadratmeter?+
Als Richtwert gelten netto rund 600 €/m² für ein Glasdach (Aluminium + VSG), 750 €/m² für ein textiles Faltdach und 1.000 €/m² für ein Lamellendach – jeweils inklusive Montage. Seitenelemente, Fundamente, Heizung und Statik kommen hinzu und machen oft 30–60 % der Gesamtsumme aus.
Braucht eine Terrassenüberdachung für ein Restaurant eine Baugenehmigung?+
Nicht immer, aber meistens. Bleibt die Überdachung offen, unter 30 m² Grundfläche und 3 m Tiefe und ändert sich an der genehmigten Nutzung nichts, greift auch für Gastro-Betriebe die Hamburger Verfahrensfreiheit. Ein Bauantrag inklusive Statik wird nötig, sobald die Anlage größer ist, mit Seitenelementen geschlossen wird, die Gastfläche erweitert wird (Nutzungsänderung) oder Sonderbau-, Brandschutz- und Rettungsweg-Vorgaben greifen. Für den Bauantrag sollten Sie 6–12 Wochen einplanen; klären Sie den Fall vorab mit dem Bezirksamt.
Darf ich eine feste Überdachung auf dem Gehweg bauen?+
Die Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie in Hamburg deckt Tische, Stühle, Schirme und Heizgeräte auf öffentlichem Grund – feste bauliche Anlagen wie verankerte Pergolen oder Pavillons sind davon nicht erfasst und brauchen zusätzlich eine Genehmigung nach Bauordnung. In der Praxis wird eine feste Überdachung auf dem Gehweg selten genehmigt; realistisch sind Schirme, Markisen an der Fassade oder eine Überdachung auf eigenem Grund.
Wie beantrage ich Außengastronomie in Hamburg?+
Für Tische, Stühle, Schirme und Heizgeräte auf öffentlichem Grund – Gehweg, Platz oder Fußgängerzone – brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis nach § 19 Hamburgisches Wegegesetz. Den Antrag stellen Sie beim Bezirksamt, in dem Ihr Betrieb liegt – online über Hamburg Service oder schriftlich – mit maßstabsgerechtem Lageplan, Fotos und Gaststättenerlaubnis bzw. Gewerbeanmeldung. Die Bearbeitung dauert meist 4 Wochen bis 3 Monate; die Gebühr richtet sich nach Fläche, Dauer und Lage der Straße.
Brauche ich für Außengastronomie auf dem Privatgrundstück eine Genehmigung?+
Eine Sondernutzungserlaubnis nicht – die gilt nur für öffentlichen Grund. Wird auf dem eigenen oder gepachteten Grundstück aber eine bisher nicht gastronomisch genutzte Fläche zur Gastfläche, ist das eine Nutzungsänderung, die in der Regel eine Baugenehmigung braucht. Für eine Überdachung gelten zusätzlich die Hamburger Regeln zu Größe und Verfahrensfreiheit.
Was kostet eine Markise oder Pergola-Markise für die Gastronomie?+
Freistehende, motorisierte Doppelmarkisen gibt es ab rund 3.300 € netto, wasserdichte Pergola-Markisen ab etwa 4.600 € netto – jeweils für Standardgrößen und zuzüglich Montage (meist 500–2.000 €). Für große Terrassen werden oft mehrere Anlagen kombiniert. Eine Markise an der Fassade ist oft auch dort möglich, wo kein festes Dach erlaubt ist; freistehende Markisen und Pergola-Markisen stehen dagegen auf Fundamenten und können selbst als bauliche Anlage genehmigungspflichtig sein – klären Sie das vorab mit dem Bezirksamt. Achten Sie auf Windwiderstandsklasse 3 und einen Windwächter.
Ab wann rechnet sich eine Gastro-Überdachung?+
Das hängt von Plätzen, zusätzlichen Öffnungstagen und Umsatz pro Gast ab. Beispiel: 32 m² (ca. 21 Plätze), 60 zusätzliche Tage, 25 € Umsatz pro Gast und 30 % Deckungsbeitrag ergeben rund 9.500 € pro Jahr – ein Glasdach für rund 28.000 € netto ist damit nach etwa drei Jahren amortisiert. Mit unserem Rechner können Sie Ihre eigenen Werte einsetzen.
Wie wird eine Terrassenüberdachung in der Gastronomie abgeschrieben?+
Als Betrieb ziehen Sie die Vorsteuer ab und schreiben die Netto-Kosten über die Nutzungsdauer ab. Ob die Überdachung als eigenständiges Wirtschaftsgut (oft rund 10 Jahre) oder als Teil des Gebäudes (Gebäude-AfA über deutlich längere Zeit) gilt, hängt davon ab, wie fest sie mit dem Gebäude verbunden ist. Das sollten Sie vorab mit Ihrer Steuerberatung klären – der private Handwerkerbonus nach § 35a EStG gilt für Betriebe nicht.
Welche Windwiderstandsklasse braucht eine Gastro-Überdachung?+
Bei Publikumsverkehr ist die Windlast ein Haftungsthema. Markisen und textile Dächer werden nach Windwiderstandsklassen (WWK) eingestuft: WWK 2 (bis ca. 37 km/h) reicht nur für geschützte Innenhöfe, an offenen Straßen und in Hamburgs windigen Lagen sollten es WWK 3 oder mehr sein. Glas- und Lamellendächer werden statisch auf Wind- und Schneelast des Standorts bemessen.
Darf unter einer Terrassenüberdachung geraucht werden?+
Das Hamburgische Passivraucherschutzgesetz gilt in Gebäuden und sonstigen vollständig umschlossenen Räumen. Eine überdachte Terrasse mit offenen Seiten bleibt Außenbereich. Wer dagegen rundum Glas-Schiebeelemente schließt, schafft im geschlossenen Zustand faktisch einen Raum – dann kann das Rauchverbot greifen. Planen Sie Seitenelemente deshalb so, dass sich die Terrasse im Betrieb öffnen lässt.
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Alle Preisangaben sind unverbindliche Netto-Richtwerte (Stand: September 2026) und ersetzen weder ein individuelles Angebot noch eine Rechts- oder Steuerberatung. Tatsächliche Kosten hängen von Größe, System, Statik, Untergrund und Genehmigung ab.