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Wärmepumpe: Kosten
& Förderung 2026

Aktualisiert: September 2026

Kurz & knapp

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 mit Einbau typischerweise 15.000–28.000 €, Erdwärme wegen der Bohrung 24.000–45.000 €. Über die KfW-Förderung (beim typischen Heizungstausch 46 %, mit Einkommensbonus bis zu 70 bzw. 80 %) sinkt der Eigenanteil für Luft-Wasser oft auf 8.000–15.000 €. Im Betrieb ist die Wärmepumpe meist günstiger als Gas – im unsanierten Altbau aber nur bei passender Vorlauftemperatur.

Was kostet eine Wärmepumpe?

Der Preis hängt stark vom Typ ab – genauer gesagt davon, woher die Wärmepumpe ihre Umweltwärme holt. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist am günstigsten und am verbreitetsten, weil sie keine Bohrung oder Grabung braucht. Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen sind effizienter, aber durch die Erschließung deutlich teurer. Alle Preise verstehen sich inklusive Einbau:

Wärmepumpen-TypGesamtkosten (mit Einbau)Erschließung
Luft-Wasser15.000 – 28.000 €gering
Sole-Wasser (Erdkollektor)20.000 – 35.000 €Grabung
Sole-Wasser (Erdsonde)24.000 – 45.000 €Tiefenbohrung
Wasser-Wasser (Grundwasser)22.000 – 40.000 €2 Brunnen + Genehmigung
Luft-Luft (Split)ab 1.800 € / Raumsiehe Klima-Ratgeber

Die Luft-Luft-Variante ist keine vollwertige Heizung mit Heizkörpern und Warmwasser, sondern heizt über die Raumluft – dazu mehr im Ratgeber Klimaanlage als Heizung. Für den klassischen Heizungstausch ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der Regelfall.

Wie setzt sich der Preis zusammen?

Drei Blöcke bestimmen die Kosten: das Gerät selbst, der Einbau und – bei Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen – die Erschließung der Wärmequelle. Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe entfällt der teure dritte Block fast komplett.

KostenblockLuft-WasserErdwärme (Sonde)
Gerät9.000 – 16.000 €12.000 – 20.000 €
Einbau & Hydraulik5.000 – 10.000 €5.000 – 10.000 €
Erschließung (Bohrung/Grabung)gering8.000 – 16.000 €
Pufferspeicher (optional)1.000 – 2.500 €1.000 – 2.500 €

Was kostet die Wärmepumpe nach Förderung 2026?

Die Wärmepumpe ist die am stärksten geförderte Heizung. Zuständig ist die KfW (Programm 458, Heizungsförderung für Wohngebäude). Die Bausteine sind kombinierbar – maximal 70 %, bei niedrigem Einkommen und Heizungstausch 80 %, auf gedeckelte 28.000 € förderfähige Kosten, also bis zu 19.600 € bzw. 22.400 € Zuschuss für die erste Wohneinheit (Regeln seit 21.07.2026):

FörderbausteinZuschussBedingung
Grundförderung30 %für alle
Klimageschwindigkeits-Bonus16 %Selbstnutzer, Austausch alter Heizung (sinkt ab 02/2027, ab 08/2028 entfallen)
Einkommens-Bonus40 % / 30 % / 10 %Selbstnutzer, zvE ≤ 30.000 € / 40.000 € / 50.000 € (mit Kind je +10.000 €)
Maximal kombiniert70 % (80 %)Deckel: 28.000 € Kosten → max. 19.600 € (22.400 €); 80 % nur mit Einkommens- und Klimabonus

Ein Rechenbeispiel: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 25.000 € ersetzt die alte Gasheizung eines Selbstnutzers, ohne Einkommensbonus. Mit 30 % Grundförderung und 16 % Klimabonus (46 %) gibt es 11.500 € Zuschuss – es bleiben 13.500 € Eigenanteil. Neu seit 2026: Gefördert wird nur, wenn das Außengerät mindestens 10 dB unter dem gesetzlichen Lärm-Grenzwert liegt – ein Punkt, der gerade in dichter Bebauung ohnehin wichtig ist. Wie Sie die Förderung Schritt für Schritt beantragen (und den häufigsten Fehler vermeiden), steht im Ratgeber Wärmepumpe-Förderung 2026.

Was kostet die Wärmepumpe für Ihr Haus konkret?

Wir verkaufen keine Anlagen – wir vermitteln Ihnen kostenlos und unverbindlich geprüfte Heizungs-Fachbetriebe, die Heizlast, passenden Typ und Ihre konkrete Förderung berechnen.

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Was kostet der Betrieb? Strom & Wartung

Die laufenden Kosten bestimmt die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sagt, wie viel Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wird. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht im Schnitt eine JAZ von rund 3,4, Erdwärme etwa 4,3. Beispiel: 20.000 kWh Heizbedarf bei JAZ 4 ergeben ~5.000 kWh Strom, bei 36 ct/kWh also etwa 1.800 € pro Jahr. Hinzu kommen rund 250–400 € Wartung jährlich. Ein dynamischer Wärmepumpentarif und eigener Solarstrom senken die Betriebskosten weiter.

Wärmepumpe oder Gasheizung – was ist günstiger?

In der Anschaffung ist die Gasheizung günstiger, im Betrieb meist die Wärmepumpe – weil sie aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärme macht. Ein typischer Vergleich bei 20.000 kWh Heizbedarf:

WärmepumpeGasheizung
Wirkungsgrad / JAZ40,9
Energieverbrauch pro Jahr5.000 kWh Strom22.250 kWh Gas
Energiepreis (Beispiel)36 ct/kWh12 ct/kWh
Heizkosten pro Jahr~1.800 €~2.670 €

Dazu kommt: Die Wärmepumpe ist hoch gefördert, eine neue Gasheizung nicht – und der CO₂-Preis verteuert Gas über die Jahre weiter. Die genaue Rechnung hängt aber von Ihrem Strom-zu-Gas-Verhältnis und der Effizienz im Gebäude ab.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Hier die ehrliche Antwort: oft ja, aber nicht automatisch. Das Fraunhofer ISE kommt nach vielen Feldmessungen zu dem Schluss, dass Wärmepumpen in der Mehrzahl der Altbauten technisch und ökologisch sinnvoll sind. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur: liegt sie unter ~55 °C, läuft die Wärmepumpe effizient. In unsanierten Altbauten mit hohem Wärmebedarf sinkt die JAZ dagegen oft auf 2,5–3,0 – dann steigen die Stromkosten spürbar. Die wirtschaftliche Reihenfolge lautet daher: erst Dämmung und Heizkörper-Check, dann Wärmepumpe. Wann es sich (noch) nicht lohnt: im schlecht gedämmten Haus mit kleinen Heizkörpern und ohne Sanierungsbudget – hier erst die Hülle verbessern. Eine Heizlastberechnung vor dem Kauf ist in jedem Fall Pflicht. Alle Details – Voraussetzungen, Heizkörper ohne Fußbodenheizung und die Hochtemperatur-Wärmepumpe – im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Wärmepumpe in Hamburg: das ist hier zu beachten

Hamburg bringt eigene Themen mit, die in den bundesweiten Ratgebern fehlen. In dichter Reihenhaus- und Stadtteilbebauung ist die Platzierung des Außengeräts und der Lärmschutz zum Nachbarn der heikelste Punkt – seit 2026 ohnehin Förderbedingung. In Teilen der Stadt kann Fernwärme die sinnvollere (teils vorgeschriebene) Alternative sein, und bei Gebäuden unter Denkmalschutz gelten Auflagen für Außeneinheiten. Wir sind kein Hersteller und verkaufen keine Anlage: Über unsere Vermittlung erhalten Sie herstellerneutral Angebote geprüfter Heizungs-Fachbetriebe aus Niendorf und Umgebung, die genau diese örtlichen Punkte mit Ihnen klären. Wer ohnehin auf Effizienz setzt, kombiniert die Wärmepumpe gern mit Wallbox & Ladetechnik.

Häufige Fragen zu Wärmepumpen-Kosten

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?+

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 mit Einbau typischerweise 15.000–28.000 €. Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) liegen wegen der Bohrung höher bei 24.000–45.000 €. Beim typischen Heizungstausch durch Selbstnutzer (46 % KfW-Förderung) bleibt für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ein Eigenanteil von rund 8.000–15.000 €; mit Einkommensbonus sind bis zu 70 bzw. 80 % Förderung möglich.

Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?+

Über die KfW (Programm 458) sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, bei niedrigem Einkommen und Heizungstausch bis zu 80 % – auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten (also max. 19.600 € bzw. 22.400 €). Seit dem 21.07.2026 setzt sie sich zusammen aus 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (Selbstnutzer beim Austausch einer alten Heizung; sinkt ab 02/2027) und einem gestaffelten Einkommensbonus von 40 / 30 / 10 % bis 30.000 / 40.000 / 50.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen (mit Kind je +10.000 €). Der Effizienzbonus ist entfallen. Seit 2026 muss das Außengerät zudem mindestens 10 dB leiser als der Grenzwert sein.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau?+

Oft ja, aber nicht immer. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur: Liegt sie unter etwa 55 °C, arbeitet die Wärmepumpe effizient. In unsanierten Altbauten mit hohem Wärmebedarf erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen laut Feldstudien teils nur Jahresarbeitszahlen von 2,5–3,0, was die Stromkosten steigen lässt. Sinnvoll ist die Reihenfolge: erst Dämmung und Heizkörper-Check, dann Wärmepumpe. Eine Heizlastberechnung vor dem Kauf ist Pflicht.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?+

Das hängt von Wärmebedarf und Effizienz (Jahresarbeitszahl, JAZ) ab. Beispiel: 20.000 kWh Heizbedarf bei JAZ 4 ergeben rund 5.000 kWh Strom im Jahr. In gut gedämmten Häusern liegt der Verbrauch unter 20 kWh/m², in ungedämmten Altbauten oft über 60 kWh/m². Ein dynamischer Wärmepumpentarif senkt die Stromkosten zusätzlich.

Muss ich für eine Wärmepumpe neue Heizkörper einbauen?+

Nicht zwingend. Viele moderne Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen bis 70 °C, sodass vorhandene Heizkörper oft weitergenutzt werden können. Effizienter ist die Anlage bei niedriger Vorlauftemperatur – große Flächenheizkörper oder eine Fußbodenheizung helfen, müssen aber nicht überall ersetzt werden. Der Fachbetrieb prüft das im Rahmen der Heizlastberechnung.

Wärmepumpe oder Klimaanlage zum Heizen?+

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die vollwertige Heizung, die Heizkörper und Warmwasser versorgt und förderfähig ist. Eine Split-Klimaanlage (Luft-Luft) heizt über die Raumluft, bereitet kein Warmwasser und eignet sich eher als Zusatz- oder Übergangsheizung. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob Sie das fossile Heizsystem ersetzen oder nur ergänzen wollen.

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Alle Preisangaben sind unverbindliche Richtwerte (Stand: September 2026) und ersetzen keine Fachberatung. Tatsächliche Kosten und Wirtschaftlichkeit hängen von Wärmepumpen-Typ, Gebäude, Dämmung, Heizlast und individueller Auslegung ab. Förderangaben nach KfW-Merkblatt 458 (gültig ab 24.09.2026); maßgeblich sind die jeweils aktuellen KfW-Bedingungen.