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KNX Smart Home:
Kosten

Aktualisiert: Juni 2026

Kurz & knapp

Ein KNX-Smart-Home kostet je nach Ausbaustufe rund 3.000–6.000 € (Einsteiger), 8.000–15.000 € (Standard-Einfamilienhaus) oder ab ~20.000 € (gehoben) – jeweils inklusive Material, Installation und Programmierung. KNX ist ein offener, verdrahteter Standard: am günstigsten im Neubau, im Bestand per Funk (KNX RF) nachrüstbar. Die Kosten hängen vor allem von Hausgröße, Anzahl der Funktionen und Programmieraufwand ab.

Was kostet ein KNX-Smart-Home?

KNX wird individuell geplant – einen Stückpreis „pro m²“ gibt es nicht. Sinnvoll ist die Betrachtung nach Ausbaustufe. Die folgenden Richtwerte sind Komplettpreise inklusive Hardware, Installation und Programmierung:

AusbaustufeRichtwert (komplett)
Einsteiger – Wohnung/Etage (Licht + Beschattung)3.000 – 6.000 €
Standard-Einfamilienhaus (Licht, Beschattung, Heizung)8.000 – 15.000 €
Gehoben (zusätzl. Sicherheit, Multimedia, Visualisierung)ab ~20.000 €

Grob teilen sich die Kosten in drei Blöcke: die KNX-Hardware (Sensoren, Taster, Aktoren, Stromversorgung – im Standardhaus ab ~4.000 €, gehoben 10.000 € und mehr), die Elektroinstallation durch den Fachbetrieb (im Neubau meist 7.000–10.000 €) und die Programmierung als eigener Posten. Kostentreiber sind die Zahl der Räume und Gewerke, die Menge der Aktoren sowie der Unterschied zwischen Neubau und Bestand.

Kostenrechner: Umfang zusammenstellen

Stellen Sie Bauart, Hausgröße und gewünschte Gewerke zusammen – der Rechner schätzt daraus einen Richtwert inklusive Material, Installation und Programmierung.

Bauart
Größe
Gewerke

Lichtsteuerung ist als Basis jeder KNX-Anlage immer enthalten.

Geschätzte Kosten

10.200 €13.000 €

Richtwert: 11.300 €· inkl. Material, Installation & Programmierung

Grundausstattung (Bus, Verteiler)
2.800 €
Lichtsteuerung
3.000 €
Beschattung / Jalousien
2.200 €
Heizung (Einzelraumregelung)
1.800 €
Programmierung & Inbetriebnahme (ETS)
1.500 €

Unverbindliche Schätzung (Stand: Juni 2026), kein Angebot. Reale Preise hängen von Funktionsumfang, Aktorenzahl und Programmieraufwand ab.

Was ist KNX – kurz erklärt

KNX (von „Konnex“) ist ein offener, weltweiter Standard für die Gebäudeautomation, getragen von über 500 Herstellern, deren Geräte untereinander kompatibel sind. Alle Komponenten hängen an einer gemeinsamen Bus-Leitung: Sensoren (Taster, Bewegungs- und Temperaturfühler) melden Ereignisse, Aktoren schalten und steuern daraufhin Licht, Beschattung, Heizung oder Sicherheitstechnik. Weil KNX herstellerübergreifend und ohne Cloud-Zwang funktioniert, gilt das System als besonders zukunftssicher und erweiterbar.

Neubau oder Nachrüsten?

Neubau und Kernsanierung: KNX TP (verdrahtet)

Im Neubau oder bei einer Kernsanierung wird die verdrahtete Variante KNX TP (Twisted Pair) verlegt – das ist die robusteste und, bezogen auf den Funktionsumfang, günstigste Lösung. Hier lohnt es sich, die Bus-Leitung großzügig in alle Räume zu führen, auch wenn zunächst nicht jede Funktion genutzt wird.

Bestand und Altbau: Funk, IP oder Powerline

Im bewohnten Bestand lässt sich KNX nachrüsten, ohne flächendeckend Wände zu öffnen: KNX RF (Funk) kommt ohne neue Kabel aus, KNX IP nutzt das vorhandene Netzwerk und Powerline das 230-V-Stromnetz; häufig lassen sich auch vorhandene Leerrohre für die Bus-Leitung verwenden. Die Nachrüstung ist dadurch machbar, planerisch aber aufwändiger und pro Gerät teils teurer als im Neubau.

Programmierung und Inbetriebnahme (ETS)

KNX-Geräte werden mit der Software ETS (Engineering Tool Software) parametriert und in Betrieb genommen – jedes Gerät erhält darin seine Adresse und Funktion. Diese Programmierung übernimmt der Fachbetrieb mit einer entsprechenden Lizenz (für größere Anlagen ETS Professional) und rechnet sie meist nach Aufwand ab. Sie ist ein eigener Kostenposten: einfache Schaltlogik ist schnell erledigt, komplexe Automationen und Visualisierungen schlagen stärker zu Buche.

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Lohnt sich KNX?

KNX spielt seine Stärken dort aus, wo ohnehin gebaut oder saniert wird und ein langfristig erweiterbares, herstellerunabhängiges System gewünscht ist. Besonders sinnvoll wird es im Zusammenspiel mit Energietechnik: Eine KNX-Anlage kann das Lastmanagement einer Wallbox und den Eigenverbrauch einer Photovoltaik-Anlage steuern. Für ein günstiges Nachrüsten einzelner Funktionen in einer Mietwohnung sind dagegen einfache Funklösungen oft die passendere Wahl.

Häufige Fragen zu KNX-Kosten

Was kostet ein KNX-Smart-Home?+

Je nach Ausbaustufe: Eine Einsteiger-Lösung (Licht und Beschattung in einer Wohnung) liegt bei rund 3.000–6.000 €, ein Standard-Einfamilienhaus mit Licht, Beschattung und Einzelraum-Heizungsregelung bei etwa 8.000–15.000 €, ein gehobenes System mit Sicherheit, Multimedia und Visualisierung bei 20.000 € und mehr. Diese Richtwerte verstehen sich inklusive Material, Installation und Programmierung. Maßgeblich sind Hausgröße, Anzahl der Gewerke und ob im Neubau oder Bestand gebaut wird.

Kann man KNX im Altbau nachrüsten?+

Ja. Wo neue Bus-Leitungen ohne Stemmen nicht möglich sind, gibt es KNX RF (Funk), KNX über das vorhandene IP-/Netzwerk oder Powerline über das 230-V-Stromnetz; oft lassen sich auch vorhandene Leerrohre nutzen. Die Nachrüstung im Bestand ist dadurch grundsätzlich machbar, planerisch aber aufwändiger als die verdrahtete Variante (KNX TP) im Neubau oder bei einer Kernsanierung.

KNX oder ein WLAN-Smart-Home wie Alexa oder Homematic?+

KNX ist ein verdrahteter, herstellerübergreifender Standard ohne Cloud-Zwang – robust, erweiterbar und langlebig, dafür teurer und Sache des Fachbetriebs. WLAN- und Funk-Insellösungen (z. B. Alexa, Homematic) sind günstiger und in Eigenregie einzurichten, aber weniger zuverlässig und oft an einen Hersteller gebunden. KNX lohnt sich vor allem im Neubau, bei einer Sanierung und bei langfristigem, hohem Anspruch.

Was kostet die KNX-Programmierung (ETS)?+

Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Software ETS und ist ein eigener Kostenposten neben der Hardware. Der Fachbetrieb arbeitet mit einer ETS-Lizenz (für größere Projekte ETS Professional) und rechnet die Programmierung meist nach Aufwand ab. Sie ist je nach Funktionsumfang ein spürbarer Anteil der Gesamtkosten – einfache Schaltfunktionen sind schnell parametriert, komplexe Logiken und Visualisierungen kosten mehr Zeit.

Braucht man für KNX einen Fachbetrieb?+

Ja. Planung, Installation und Programmierung gehören in die Hand eines Elektrofachbetriebs mit KNX-Erfahrung – Arbeiten am 230-V-Netz sind ohnehin dem Elektriker vorbehalten. Eine saubere Planung der Bus-Topologie und der Gruppenadressen zu Beginn entscheidet darüber, wie gut sich die Anlage später erweitern lässt.

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Alle Preise sind Richtwerte (Stand Juni 2026) und ersetzen kein individuelles Angebot. Die tatsächlichen Kosten hängen von Hausgröße, Funktionsumfang, Neubau oder Bestand und Programmieraufwand ab.